Seiten:   1 -  2 -  3 -  4 -  5 - 


08. März 2002

Lieber Otto,
nein, ich habe Dich noch nicht vergessen. Ich lasse mir mit den Briefen an Dich nur jetzt immer ein wenig mehr Zeit, um die sehr tiefe Brieffreundschaft noch etwas auszukosten. Dies ist also nun der drittletzte Brief. Es ist wieder eine ganze Weile vergangen und ich weiss gar nicht so recht, wo ich beginnen soll, zu berichten. Die politischen Themen der Neuzeit quellen aus den Nachrichten hervor, wie überkochender Haferschleim aus einem viel zu kleinen Topf.

18. Februar 2002

Lieber Otto,
wie Du sicherlich bemerkt hast, habe ich bezüglich meiner sonst so regelmässigen Stellungnahme an Dich und an die staatlichen Behörden unseres Landes eine Woche pausiert. Das lag vor allem daran, dass ich wirklich enorm viel zu arbeiten hatte und daher kaum Zeit zum schreiben fand. Zum anderen hatte ich ja aus der Presse erfahren, dass auch Du nicht in Deutschland weiltest. Salt Lake City hatte die Ehre, Dich zu begrüßen. Und Du hattest das Vergnügen, den olympischen Winterspielen beizuwohnen.

11. Februar 2002

Lieber Otto,
gleich vorweg, ich habe nachgedacht. Und da wir uns ja jetzt schon so lange kennen, wird es doch sicher möglich sein, dass wir Tacheles reden, nicht wahr? Also nicht so um den heissen Brei herum, na, Du verstehst sicherlich schon was ich meine. Es geht doch bei Dir immer noch um den NPD-Verbotsantrag. Wir müssen hier wirklich schnellstens zu einer Lösung kommen, die Dich da aus der Verantwortung bringt. Man sucht doch hier ganz klar einen guten Sündenbock. Ich würde auch einmal, an Deiner Stelle, sehr genau überprüfen, wen Du noch zu Deinen Freunden zählen kannst.

10. Februar 2002

Lieber Otto,
der Countdown läuft, die Zeit ist bald abgelaufen. Dies ist der 45. Brief, den ich Dir heute schreibe. 50 an der Zahl sollst du insgesamt erhalten und dafür stehe ich mit meinem Namen. Mark Knochen hält seine Versprechen. Dessen kannst Du Dir sicher sein. So sicher, wie der Irak demnächste zum Schlachtfeld werden wird. Ich überlege schon, ob ich zu dieser Zeit wieder den Fernseher anstelle. Weisst Du, wegen dem vielen Öl, was dort überall in der Nähe ist. Das sieht dann immer so aus, wie bei dem A-Team, wenn die eine grosse Explosion hervorrufen.

07. Februar 2002

Lieber Otto,
gestern habe ich noch lange gearbeitet. Ja, dieses eine Problem hat mich so lange nicht losgelassen, bis ich auf einen geeigneten Lösungsweg gekommen bin. Im Prinzip bestand der ganze gestrige Tag nur aus Arbeit, ja ich habe sogar kaum Zeit gefunden, mit etwas vernünftiges zum essen zu machen. Letztlich lief es dann darauf hinaus, dass ich mir mittags und abends jeweils so eine China-Snack-Nudel-Suppe zubereitet habe, immer noch zusätzlich mit einem Ei darin. Und das ist nicht viel, aber ich denke, Du weisst, wie das ist, wenn man vor lauter Arbeit nicht zum essen kommt. Ich möchte wetten, dass in Deinem Schreibtisch auch immer die schnellen Suppen-Drinks bereit liegen.

06. Februar 2002

Lieber Otto,
ich schrieb Dir ja schon, dass ich den Dienstag Abend in einer kleinen Gastwirtschaft verbracht hatte. Ich verweile sehr gerne dort für ein paar Stunden, bietet doch diese kleine Kaschemme den Service an, dass Hundebesitzer ihre Tiere mitbringen dürfen. Bis ca. 02.00 Uhr unterhielt ich mich mit Freunden und Bekannten, während mein Hund mit einem anderen wirklich sehr artig spielte. Beide jagten sich durch die Räume und hatten sichtlich ihre Freude daran. Dann gingen wir nach Hause und ich legte mich gleich in Bett.

05. Februar 2002

Lieber Otto,
es wirklich verflixt, die Arbeit wächst mit momentan fast über den Kopf, so dass ich immer seltener dazu komme, Dir regelmäßig zu schreiben. Und das Privatleben soll ja auch nicht zu kurz kommen. Aber, mein Freund, Besserung ist in Sicht, denn Mitte Februar ist mir erlaubt worden, eine Woche Urlaub zu machen. Resturlaub, wenn Du verstehst, was ich meine. Darauf freue ich mich schon sehr. Und mein Hund erst. Das wird ein Fest, das kannst Du mir glauben. Und ich werde mich sicher auch ein wenig erholen können.

03. Februar 2002

Lieber Otto,
wieder sind ein paar Tage vergangen, aber das Wetter war einfach zu herrlich, als dass ich die Zeit gefunden hätte, Dir regelmässig zu schreiben. Aber ich denke, auch Du hast die ersten Vor-Frühlingstage genossen und Dich ein wenig bei einem ausgedehnten Spaziergang in der warmen Sonnen entspannt. Viele Leute waren am Wochenende unterwegs und schon die ersten Grillstände konnte man in den Parks und Kleingärten entdecken. Wie friedlich dieser Anblick ist, kann sicher nur ein Deutscher beschreiben, für den Grillsaison und Biergarten das Selbstverständlichste von der ganzen Welt sind.

31. Januar 2002

Lieber Otto,
und schon ist der erste Monat des Jahres vorbei gestrichen. "Im Fluge vergangen, die Gedanken verhangen", wie ein altes deutsches Sprichwort besagt. Zeit, um zurück zu schauen, Zeit, um die ersten 31 Tage des Jahre noch einmal Paroli passieren zu lassen. Im Grunde braucht man sich auch gar nicht so sehr anzustrengen, es fällt einem sofort die ein oder andere Anekdote ein, die ab sofort untrennbar mit dem Januar 2002 verbunden ist. Ach Otto, was waren das nur für 31 tolle Tage, vollgepackt mit den Höhen und Tiefen, die das Leben für uns in die Regale einer Selbstbedienungsverkaufsstelle gepackt hat.

30. Januar 2002

Lieber Otto,
nun ist es doch geschehen. Ich bin wieder erkrankt. Aber im Grunde hat es ja genau so kommen müssen. Ein oder zwei nicht auskurierten Erkältungen, jede Menge Paracetamol, dieses ständige Unwohlsein, schon am Morgen wacht man völlig erschöpft auf ... irgendwann lässt sich das alles halt nicht mehr unterdrücken. Aber, lieber Otto, und ich denke, dass Du stolz auf mich sein kannst, ich habe mich trotzdem gestern und am Mittwoch zu meinem Arbeitsplatz geschleppt. Ich habe trotz Husten, Schnupfen und Fieber nicht aufgegeben. Ich habe sozusagen mit laufender Nase die Fahne der Arbeiterklasse tapfer und stolz hochgehalten.

28. Januar 2002

Lieber Otto,
die letzte Nacht konnte ich überhaupt nicht gut schlafen. Ich musste immer an die besonders gruseligen Stellen von dem Film denken, den ich mir gestern abend angeschaut hatte. Ich war ganz still, lag in meinem Bett und hoffte darauf, dass ich schnell einschlafen würde. Aber den Gefallen tat ich mir nicht. Ich lag noch lange wach und immer wenn ich etwas eingeschlafen war, wachte ich gleich wieder auf, weil ich schlecht geträumt hatte. Gegen 02.00 Uhr machte ich mir dann noch ein Glas Zitronen-Anrührtee und dann nach weiteren 30 Minuten schlief ich dann endlich ein.


LAYOUTWECHSEL



Aktuelle Umfrage:

Sollen wir die Seite mal wieder umgestalten?


Username:

Passwort:



Forum

Zitat hinzufügen

Texte schreiben

Registrieren

Einstellungen

Logout



Es sind 4 User online
insgesamt 101 Mitglieder
neuestes Mitglied:
funny




Zitat des Augenblicks:

"Die Breite an der Spitze ist dichter geworden."

Berti Vogts



Aktuelle Viren im Umlauf:



Die Lottozahlen:

Auch bei "Zeit für Wahrheit" wird gespielt. Die aktuellen Gewinnzahlen kannst Du jeden Tag abrufen. Jeden Tag neu!




Wetter: